„Also, das Ufer sehen wir ja auch nicht“, sagte Frau Merkel am 12.2.2021, nachdem sie Deutschland auf drei bis vier schwere Monate eingeschworen hatte. Boris Johnson, britischer Premierminister, sagte am 22.2.2021 „Lockdown will be eased once and for all“ (“Der Lockdown wird ein für alle Mal gelockert werden”) als er seinen Plan vorstellte, wie die Restriktionen in Großbritannien bis zum 21. Juni vollständig aufgehoben werden sollen.

Es geht mir nicht um eine politische Diskussion (obwohl ich dagegen heute auch nichts hätte, weil ich mich aktuell komplett parteiübergreifend so über die Politik ärgere). Es geht mir um die nicht delegierbare Aufgabe einer Führungskraft: nämlich eine Vision aufzeigen. Johnson und Merkel sind beide „Top-Führungskräfte“. Der eine hat die Aufgabe wahrgenommen, die andere meiner Meinung nach nicht.

Das Gegenteil von „Vision“ wird für mich perfekt durch das schöne deutsche Verb „durchwurschteln“ beschrieben. Das ist der Zustand, unter dem wir aktuell in Deutschland so sehr leiden und der verheerende Langzeitfolgen für unsere Wirtschaft und Land haben wird. Und der so viel Frustration auslöst bei ganz vielen Menschen, mich eingeschlossen.

Warum ist Vision aufzeigen so wichtig? Drei Gründe:

  1. Wie wir die Welt sehen, so verhalten wir uns. Eine Vision gibt uns eine Blaupause dafür, wie wir die Welt sehen können und vermittelt damit Hoffnung und Perspektive.
  2. Alles wird zwei Mal geschaffen – als Idee, Vision, Plan (erste Schöpfung) und als Umsetzung (zweite Schöpfung). Ohne Idee, Vision, Plan keine gelungene Umsetzung.
  3. Wir brauchen alle eine Antwort auf die Frage „Wozu?“ Wozu soll ich mich anstrengen, wozu soll ich Opfer bringen, wozu soll mich so oder so verhalten? Was ist der Sinn?

Jeder von uns, der in Verantwortung steht hat die Pflicht, den Menschen, für die wir (Mit-) Verantwortung tragen eine Perspektive, eine Idee von der Zukunft aufzuzeigen. Diese Aufgabe ist, im Unterschied zu operativen Aufgaben, NICHT delegierbar.

Wie können wir das tun?

  1. Indem wir den Status Quo nicht beschönigen
  2. Indem wir uns glaubwürdig verhalten
  3. Indem wir eine optimistische Haltung ausstrahlen
  4. Indem wir realistisch und zugleich mutig ein Bild von der Zukunft zeigen, das Menschen inspiriert, zum Handeln motiviert und Sinn gibt

Positivbeispiele nenne ich zwei: Martin Luther King, der mit seiner berühmten „I have a dream“ Rede einer ganzen Generation den Zukunftsentwurf für eine neue Gesellschaftsordnung vermittelte, in der Menschen aller Hautfarben gleichberechtigt miteinander leben. Und Steve Jobs mit der Präsentation des iphone 2006, einem Produkt, dass die Welt maßgeblich verändert hat und Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte.

Drei Fragen zum Nachdenken möchte ich Ihnen mitgeben:

  1. Welche Vision habe ich für mich und mein Team in der aktuellen Situation?
  2. Wie gut kann ich die Frage nach dem „Wozu“ beantworten?
  3. Wie stark motiviert mich meine eigene Vision dazu, die Herausforderungen anzupacken und nicht nur nach vorne zu schauen sondern loszugehen?

Wenn Sie sich mit gleichgesinnten Unternehmerinnen und Unternehmern zu Themen wie diesen austauschen wollen lade ich Sie herzlich in meinem Unternehmerzirkel Magnetische Unternehmenskultur ein, jeden Mittwoch 7:45 – 8:45 auf Zoom.. Anmelden können Sie sich hier: https://www.christianconrad.org/unternehmerzirkel/

Herzlichen Gruß

Christian Conrad

 

Der Podcast Magnetische Unternehmenskultur:
DONNERSTAG, 25.03. – #94  – 👉 🧲 Empathie zeigen – Solofolge mit Christian Conrad

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