Ein hoher Krankenstand verursacht enorme Kosten. Im Durchschnitt kostet jeder Tag, den ein Mitarbeiter krank ist, 250 – 500€, je nach Branche und Wertschöpfung des Mitarbeiters. Die Kosten sind in nahezu allen Fällen höher als die Lohnkosten geteilt durch die Anzahl Tage.

In 2018 waren in Deutschland Arbeitnehmer im Durchschnitt 18,5 Tage krank. Alles, was darüber liegt ist daher überdurchschnittlich. Aus meiner Sicht, als Unternehmer und Selbständiger, ist aber schon dieser Durchschnitt zu viel. Mehr als 10 Tage pro Jahr im Durchschnitt der Belegschaft würde ich bereits als viel ansehen.

Auch wenn körperliche Krankheiten der Grund für angesammelte Krankentage sein können, so sind m. E. ebenso gravierende Hauptgründe Stress, Unzufriedenheit und – in mehr Fällen als man gemeinhin denkt – Mobbing. Menschen melden sich krank, weil es ihnen am Arbeitsplatz nicht gut geht. Das bedeutet auch: der Krankenstand ist ein wesentlicher Indikator für Ihre Unternehmenskultur. Ist sie stark und gut, magnetisch wie ich es nenne, dann sollte der Krankenstand deutlich unterdurchschnittlich sein. Ist er hoch, dann deutet das auf Kulturprobleme hin.

Das können Sie konkret und kurz- bis mittelfristig tun, um den Krankenstand zu senken:

  1. Führen Sie mit allen, die überdurchschnittlich häufig krank sind Einzelgespräche. In diesen Gesprächen sollte es nur darum gehen zu verstehen, ob es Faktoren gibt, die am Arbeitsplatz krank machen. Es geht nicht um „Rückkehrgespräche“, die oft sehr viel Druck aufbauen.
  2. Gehen Sie jedem Verdacht auf Mobbing ernsthaft und konsequent nach. Dort wo Sie unfaires und manipulatives Verhalten identifizieren, fordern Sie eine Verhaltensveränderung vom Verursacher, nicht vom Mobbingopfer. Ich sage das, weil ich es schon mehrfach anders erlebt habe. Wenn Sie merken: ich muss Konsequenzen ziehen und mich von Mitarbeitern trennen, trennen Sie sich vom Täter – und nicht vom Opfer.
  3. Fragen Sie in jedem Team-Meeting als ersten Punkt auf der Agenda, wie es jedem im Team geht. Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens, in der jeder sich so sicher fühlt, dass sie/er auch bereit ist, zu sagen, wenn es ihr/ihm nicht gut geht.

Selbstverständlich sollten Sie auch betriebliches Gesundheitsmanagement ernsthaft betreiben. In jedem Fall hilft es auch, eine Feedbackkultur einzuführen und auf positive Bestärkung zu setzen. Aber sofort beginnen können Sie mit den oben genannten Maßnahmen.

Ich freue mich, wie immer, auf und über Ihr Feedback!

Herzlichen Gruß

Christian Conrad

P.S.: Wenn Sie mögen, hören Sie in meinen Podcast rein. Wenn er Ihnen gefällt freue ich mich über eine positive Bewertung und natürlich darüber, wenn Sie mir folgen. Und selbstverständlich auch über Ihr positives wie kritisches Feedback. Die nächsten drei Episoden in dieser und der nächsten Woche sollten Sie sich nicht entgehen lassen:

HEUTE 17.9. – #42 Interview mit Philipp E. Breitenfeld (Humanus Personalservice GmbH): Fachkräftemangel?! Endlich europäisch denken und handeln

https://podcasts.apple.com/de/podcast/interwiew-mit-philipp-e-breitenfeld-humanus-personalservice/id1520210824?i=1000491533801

https://open.spotify.com/episode/0TQDhERzQeXzXPswDVpElE?si=bV8qkRKgS1efhZutfnJFAA

MONTAG, 21.09. – #43 Interview mit Markus Töpfer (Prowork Personal): Wie eine Leiharbeitsfirma magnetisch wird

https://podcasts.apple.com/de/podcast/interview-mit-markus-t%C3%B6pfer-von-prowork-personal-gmbh/id1520210824?i=1000491950057

https://open.spotify.com/episode/76XsST2KYDeLffcZdgYXQP?si=Szq-8uzjQxayHE6jIVbgKQ

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